Fachtagung “Heizsysteme der Zukunft“ des Kompetenzzentrums Wärme & Wohnen an der THI

Von der Energiewende zur Wärmewende mit Praxisbeispielen der vortragenden Fachexperten: (v.l.) Felix Färber (eta Energieberatung GmbH), Prof. Dr. Martina Klärle (Klärle GmbH), Karl-Heinz Hartmannsgruber (Sonnenkraft Deutschland GmbH), Prof. Dr.-Ing Tobias Schrag (THI, Projektleiter)

Die intelligente Verknüpfung der Strom- und Wärmeversorgung in Wohngebäuden bietet großes Potenzial für die Energiewende. Im „Kompetenzzentrum Wärme & Wohnen“, gefördert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, beschäftigen sich 15 Netzwerkpartner aus der Region Ingolstadt unter der Leitung des Instituts für neue Energie-Systeme InES) der Technischen Hochschule Ingolstadt mit der Gebäudeenergieversorgung der Zukunft.

In diesem Rahmen fand nun eine Fachtagung zum Thema „Heizsysteme der Zukunft“ statt, bei der konkrete Praxisbeispiele und Konzepte aus diesem Bereich vorgestellt wurden. Prof. Martina Klärle, Gesellschafterin der Klärle GmbH, erklärte die Verbindung von Strom, Wärme und Mobilität auf ihrem Plusenergiehof „Hof 8“ im Taubertal.

Auch zwei Netzwerkpartner des „Wärme & Wohnen“-Projektes präsentierten ihre umgesetzten Projekte: Die Firma eta Energieberatung GmbH aus Pfaffenhofen stellte ein Konzept zur Nutzung von Eisspeicher in der Nahwärmeversorgung vor, das die Möglichkeit bietet, den Wärmeverlust beim Transport zu vermeiden und Gebäude im Sommer auch zu kühlen. Ein weiteres Praxisbeispiel der Firma Sonnenkraft Deutschland GmbH aus Regensburg veranschaulichte die Verknüpfung von Wärmepumpe, Photovoltaik und Solarthermie im Ein- und Zweifamilienhaus für eine solarthermische und -elektrische Wärmeversorgung. Dabei wurde deutlich, dass ein intelligentes Energiemanagementsystem entscheidend ist, um eine gezielte Nutzung von überschüssigem Solarstrom zu regeln.

Das Publikum begrüßte die anschaulichen Beiträge der vortragenden Unternehmen und den direkten Austausch mit den anwesenden Fachexperten im Anschluss an die Vorträge. „Es ist wichtig, gerade den Handwerkern und Planern innovative Lösungen mit konkreten Praxisbeispielen näherzubringen, sodass die Verknüpfung von verschiedenen Komponenten bei der Energieversorgung von Wohngebäuden vermehrt eingesetzt wird.“, so Prof. Tobias Schrag.

Weitere Informationen unter: www.waerme-wohnen.org